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Der »Braunschweig-Test«

 

Testverlauf in Kurzform: Der »Braunschweig-Test« gliedert sich in zwei Teile und es werden dabei stets zwei identische Schränke verwendet.


Teil 1: Feuerwiderstandstest:
Die Zeitspannen des Testes entnehmen Sie bitte der jeweiligen

Güteklasse (siehe unten). Dabei dürfen die max. erlaubten Temperaturerhöhungen in dieser Zeitspanne im Schrankinneren nicht überschritten werden.


Teil 2: Feuerstoß- und Sturztest:
Der baugleiche Schrank wird in einem bereits erhitzten Brandraum innerhalb 30 Minuten auf 1090° C erhitzt. Nach dem Abstellen der Brenner erfolgt innerhalb 4 Minuten ein Sturztest aus einer Höhe von 9,15 Meter auf ein Kies- oder Schotterbett. Nach dem Sturztest wird der Schrank erneut 30 Minuten auf 840°C erhitzt. Anschließend verbleibt der Schrank im Brandraum, bis eine deutliche Abkühlung erfolgt ist. Der an der Technischen Universität in Braunschweig durchgeführte Test ist weltweit einer der bekanntesten und meistgebräuchlichsten Feuer- und Sturztest für Tresore und Dokumentenschränke. Er wird in vier Güteklassen eingeteilt.


Feuerschutz nach »Braunschweig-Test« VDMA 24 991

 

Güteklasse S 60 P

(Feuerwiderstand 1 Stunde für Papierdokumente)

1 Stunde Dauertest bei 1090°C sowie Feuerstoß- und Sturzprüfung aus 9,15 m

Höhe (max. zulässige Temperaturerhöhung im Schrankinneren 150°C).

 

Güteklasse S 120 P

(Feuerwiderstand 2 Stunden für Papierdokumente)

2 Stunden Dauertest bei 1090°C sowie Feuerstoß- und Sturzprüfung aus 9,15

m Höhe (max. zulässige Temperaturerhöhung im Schrankinneren 150°C).

 

Güteklasse S 60 DIS

(Feuerwiderstand 1 Stunde für Disketten-Datenträger)

1 Stunde Dauertest bei 1090°C sowie Feuerstoß- und Sturzprüfung aus 9,15 m

Höhe (max. zulässige Temperaturerhöhung im Schrankinneren 30°C).

 

Güteklasse S 120 DIS

(Feuerwiderstand 2 Stunden für Disketten-Datenträger)

2 Stunden Dauertest bei 1090°C sowie Feuerstoß- und Sturzprüfung aus 9,15 m

Höhe (max. zulässige Temperaturerhöhung im Schrankinneren 30°C).


VDMA - Das Gütezeichen für geprüfte Qualität und Feuerwiderstand mit »Braunschweig-Test«

Alle Produzenten, die Tresore der VDMA-Sicherheitsstufe »A« und »B« nach der VDMA-Norm 24992 produzieren, müssen seit 1996 nach dem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem DIN EN 9001 oder DIN EN 9002 arbeiten. Die nach der VDMA-Norm eingestuften Tresore sind mit einem VDMA-Typenschild an der Türinnenseite gekennzeichnet.

Durch das VDMA-Typenschild ist es Ihrer Versicherung möglich, eine entsprechende Versicherungs-Einstufung vorzunehmen. Die VDMA-Typisierung garantiert dem Käufer zertifizierte und gleichbleibende Produktqualität. Außerdem dient es zur Identifizierung des Herstellers und der Leistungsbeschreibung des Tresors.

Beachten Sie, dass Ihr Tresor nach dem Kauf nicht automatisch versichert ist. Teilen Sie Ihrer Versicherung schriftlich und eingeschrieben mit, welchen Tresor Sie zu versichern wünschen.


Einbruchschutz nach VDMA 24992 (Stand Mai 1995)

 

Sicherheitsstufe »A«

Leichter Einbruchschutz, kein Schutz bei Bränden, einwandiger Stahlschrank

Versicherbar in Deutschland (!):

Bis Euro 1.500,– bei gewerblicher oder privater Nutzung

 

Sicherheitsstufe »B«

Begrenzter Einbruchschutz, Schutz gegen leichte Brände.

Doppelwandiger Stahlschrank mit Feuerschutzisolierung.

Versicherbar in Deutschland (!):

Gewicht ab 200 kg bis Euro 40.000,– bei privater Nutzung

Gewicht ab 200 kg bis Euro 2.500,– bei gewerblicher Nutzung

Gewicht ab 300 kg bis Euro 40.000,– bei privater Nutzung

Gewicht ab 300 kg bis Euro 10.000,– bei gewerblicher Nutzung


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